Art der Veröffentlichung
Datum
08.02.2018

Schwimmunterricht für alle

„Erklärtes Ziel der CDU-Fraktion ist es, dass möglichst alle Stuttgarter Kinder schwimmen lernen und deshalb alle unsere Schulkinder in den Genuss von dafür ausreichendem Schwimmunterricht kommen sollen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

Diesbezügliche Anstrengungen werden seitens der Stadtverwaltung unternommen, jedoch bedarf es – wie man im Amt für Sport und Bewegung und im Schulverwaltungsamt auch weiß – einiger Verbesserungen, um sich wirklich dem erklärten Ziel weiter anzunähern.

Dazu gehört, dass den Schülerinnen und Schüler eine Schwimmzeit zur Verfügung steht, die tatsächlich einen effektiven Schwimmunterricht gewährleistet. Wenn aber von einer Doppelstunde mit 90 Minuten gerade einmal 30 Minuten für die Zeit im Wasser übrigbleiben, weil die Wegezeiten zum Schwimmbad zu lange sind oder weil aufgrund der gegebenen Richtlinien kein Bäderbus zum Einsatz kommt, ist das überaus unbefriedigend und nicht zielführend. Die Ameisenbergschule ist ein gutes Beispiel dafür beziehungsweise ein Beispiel dafür, wie es nicht sein sollte.

„Um also die Situation insgesamt zu optimieren“, so fordert Alexander Kotz, „ist eine Konzeption zu erarbeiten, die die Möglichmachung des Schwimmunterrichts für alle beinhaltet. 50 bis 60 Minuten Schwimmzeit im Rahmen einer Doppelstunde sollte hierbei die Maßgabe sein.“

Aus diesem Grund hat die CDU-Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung analysieren möge, an welchen Schulen das Erreichen eines Schwimmbads zu lange dauert, um eine Schwimmzeit von mindestens 50 bis 60 Minuten sicherstellen zu können. Dabei sind tatsächliche und in der Realität auch so zu messende Gesamt-Wegezeiten bei Nutzung des ÖPNV anzusetzen. Die von SSB und VVS vorgegebenen Reisezeiten können für eine Klasse Grundschulschüler selbstverständlich nicht mit der in der Realität vom Klassenraum bis ins Schwimmbecken benötigten Zeit gleichgesetzt werden. 

Die CDU-Fraktion fordert in ihrem Antrag deshalb zudem, dass die Stadtverwaltung dem Gemeinderat ein ihrem Gesamtkonzept unterbreitet, wie die 50 bis 60 Minuten-Maßgabe für alle Schulen mit Schwimmunterricht eingehalten werden kann. „Ausdrücklich beziehen wir hier auch eine Anpassung der Richtlinien zur Inanspruchnahme eines Bäderbusses oder auch den Bau zusätzlicher Lehrschwimmbecken in unserer Stadt mit ein“, stellt Alexander Kotz klar.

Dieser Anspruch wiederum ist mit der logischen Konsequenz verbunden, dass die Stadtverwaltung zur Umsetzung des Gesamtkonzepts einen möglichen „Fahrplan“ samt erforderlicher finanzieller Ressourcen darstellt.