Art der Veröffentlichung
Datum
01.03.2018

Sporthallengröße verdoppeln

Die Bedarfsdeckung bei Hallensportflächen liegt stadtweit bei 75 Prozent, in Bad Cannstatt bei nur 65 Prozent! Zudem kommt, dass im Stadtbezirk Bad Cannstatt im NeckarPark Wohnungen gebaut werden – diese Wohnbebauung wird in deutlich stärkerem Maße stattfinden als ursprünglich geplant. Damit werden auch die Angebote der Sportvereine mehr nachgefragt werden, was wiederum den Bedarf an Turn- und Sporthallen erhöht. Auch die im Doppelhaushalt auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossene Einführung der Stuttgarter Kinder-Sport-Karte, mit einem Guthaben von 50 Euro, wird dazu aller Voraussicht nach beitragen.

Im Zuge des projektierten Bildungshaus NeckarPark ist auch der Bau einer Turnhalle geplant. „Allerdings, so weist die Gemeinderatsvorlage aus, ist darin bisher nur eine Übungseinheit mit einem Gymnastikraum vorgesehen“, merkt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beate Bulle-Schmid kritisch an.

Sie argumentiert, dass aufgrund besagten Sporthallenmangels es gerade an diesem Standort jedoch dringend erforderlich wäre, die Hallenkapazität dem Bedarf besser anzupassen und dabei neben dem Schulsport auch den Vereinssport im Auge zu behalten.

Aufgrund der Unterdeckung und mit dem Weitblick auf eine zukünftig steigende Nachfrage nach Sporthallenkapazitäten im Schul- und Vereinssport gerade auch im Stadtbezirk Bad Cannstatt, hat die CDU-Fraktion rechtzeitig vor dem Vorprojektbeschluss beantragt, dass zwei Übungseinheiten statt nur einer beschlossen werden. „Überaus erfreulich finden wir es, dass auch andere Fraktionen entsprechende Anträge gestellt haben“, so die für Bad Cannstatt zuständige Betreuungsstadträtin Beate Bulle-Schmid.

Und genauso erfreulich empfindet sie das rasche Handeln der Stadtverwaltung, die den Anträgen der Fraktionen unmittelbar entsprochen hat und eine Zwei-Feld-Turnhalle beim Bildungshaus umsetzen möchte. Denn klar ist auch, dass nur in einer solchen Halle für die meisten Ballsportarten wettkampfgerechte Spielfelder eingerichtet werden können. Dies ist vor allem für die Vereine wichtig.

„Mit der nun in Aussicht stehenden Lösung bewegt man sich im Sinne des Stadtbezirks als auch der Gesamtstadt in die richtige Richtung“, so Beate Bulle-Schmid. Ausreichende Spiel- und Bewegungsflächen sind von großer Bedeutung für die Menschen. „Es ist eben doch gut, wenn der Gemeinderat nochmals konstruktiv kritisch über eine Vorlage der Verwaltung geht“, so die Stadträtin. Sie betont, dass darüber hinaus die CDU an der zusätzlichen Sporthalle auf dem Feld Q 22 im NeckarPark festhält.