Art der Veröffentlichung
Datum
22.03.2016

Stadtbildprägendes ist zu bewahren

Die Bebauung in Halbhöhenlage besitzt einen besonderen Charme

Stuttgart ist besonders, es unterscheidet sich von anderen deutschen Großstädten durch seine Lage zwischen Wald und Reben und der Kernstadt im Kessel liegend umrahmt von grünen Hügeln. Die Bebauung in Halbhöhenlage, die erkennbar wird in beeindruckenden Einzelhäusern, um welche sich die Hänge schmiegen, besitzt Charme und ist prägend für das Stuttgarter Stadtbild. Charakteristika also, die Wesensteil der Stadt sind.

„Doch dieses über viele Jahre gewachsene stadtspezifische Erscheinungsbild ist bedroht, weil immer mehr dieser das Gesicht Stuttgarts prägenden Gebäude abgerissen werden, um auf den Grundstücken das maximal zulässige Maß an baulicher Nutzung voll auszuschöpfen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Philipp Hill.

Dabei muss man sich bewusst sein, dass die spezifische historische Entwicklung einer Stadt nicht zuletzt auch in ihren sie prägenden Gebieten und Architekturen zum Ausdruck kommt. Die über die Jahre gewachsenen und geschaffenen Merkmale bilden das Gesicht und die Identität einer Stadt, und werden von der Bevölkerung wie auch von Besuchern geschätzt. Die Eigenartigkeit sowie die Einzigartigkeit der Merkmale der Stadt machen ein bedeutendes Stück der Repräsentativität schlechthin unserer Landeshauptstadt aus“, so der Stadtrat. Deshalb sei es unabdingbar, das das Stadtbild in seinen im Positiven besonders Stadtbild prägenden Bereichen geschützt werde.

Stadtrat Philipp Hill hat vor diesem Hintergrund einen Antrag an die Stadtverwaltung initiiert. Die Forderung darin ist, dass in einem ersten Schritt für den Bereich der stadtbildprägenden Halbhöhenlage, zumindest für den Bereich Lenzhalde, Feuerbacher Heide, Robert-Bosch-Straße und Hauptmannsreute, eine Erhaltungssatzung gemäß Paragraph 172 (1) Baugesetzbuch zu erstellen ist. Es ist demnach an der Verwaltung, hierfür zeitnah eine Gemeinderatsvorlage zu erarbeiten, die eine mögliche sowie sinnvolle Gebietsabgrenzung für die Gültigkeit einer Erhaltungssatzung ausweist.

„Wir gehen davon aus beziehungsweise setzen uns dafür ein, einen weitgehenden Konsens in dieser Angelegenheit bei den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen zu erreichen. Dies zumal uns viele positive Rückmeldungen aus der Stuttgarter Bevölkerung zu unserem Anliegen erreichen.“ Bei aller Schwierigkeit, die wohlwissend mit der tatsächlichen Umsetzung einer solchen Erhaltungssatzung einhergeht, findet der Vorstoß beziehungsweise die Intention, mehr Bausubstanz, die das Bild Stuttgarts prägt, zu sichern und zu erhalten, bereits heute großen Anklang.