Art der Veröffentlichung
Datum
20.03.2017

Status quo bei Elektromobilität

Die Landeshauptstadt Stuttgart fördert seit Jahren den Ausbau der Elektromobilität, die einen richtigen Lösungsansatz für eine bessere Luftreinhaltung im Talkessel darstellt. So gibt es mittlerweise 372 Ladestationen im Stuttgarter Stadtgebiet, was ein durchaus respektables Netz darstellt und in Zukunft aufgrund hoffentlich größerer Nachfrage weiter ausgebaut werden wird.

Feststellbar ist jedenfalls, dass – nicht zuletzt aufgrund der vorausschauenden Aktivitäten zur Förderung der Elektromobilität in Stuttgart – der Anteil der Elektroautos in der Landeshauptstadt um mehr als das Vierfache höher ist als im Bundesdurchschnitt. Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz meint dazu: „Eine ganz besondere Rolle in diesem Zusammenhang spielt sicherlich das Car sharing Modell car-2-go.“

Schaut man allerdings auf die absolute Zahl der Elektroautos oder stellt diese in Relation zum Anteil der Autos mit herkömmlichem Verbrennungsmotor, macht sich Ernüchterung breit. Denn anders als in der öffentlichen Debatte „gefühlsmäßig“ oftmals angenommen, waren im Jahr 2016 gerade einmal 793 Elektroautos in Stuttgart angemeldet, was lediglich 0,27 Prozent aller in Stuttgart gemeldeten Pkw entspricht. „Was bedauerlicher Weise noch hinzukommt, ist, dass wir uns aktuell deutlich unter dem bereits schon einmal festgestellten Elektroanteil befinden“, so Alexander Kotz. Denn im Jahr 2014 befand man sich auf einem Höchststand von immerhin 1056 in Stuttgart gemeldeten Elektroautos.

Diese Negativ-Entwicklung wirft Fragen auf, ist man doch bestrebt, die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu erhöhen. Wie gesagt, E-Autos stellen gerade für den Individualverkehr, der ein sehr großes Verkehrsvolumen ausmacht, eine hervorragende Alternative für die bessere Laufreinhaltung dar. Elektrisch betriebene Fahrzeuge verursachen weniger Feinstaub und ihre Stickstoffdioxid-Emissionen sind Null.      

Interessant ist deshalb zu erfahren, was den Grund für den signifikanten Einbruch der Zahl der in Stuttgart zugelassenen Elektroautos nach dem Jahr 2014 beschreibt. Daran schließt sich die Frage nach der Höhe des Anteils an E-Autos an, die auf Privathaushalte laufen. Und wo liegen nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung die Hemmnisse für die Erhöhung der Elektromobilität? Alexander Kotz: „Um über den Status quo des Car sharings in Stuttgart informiert zu werden, haben wir bei der Stadtverwaltung zudem beantragt, die Betreiber von car-2-go in den Ausschuss für Umwelt und Technik einzuladen.