Art der Veröffentlichung
Datum
20.03.2014

Strom- und Gasgeschäft

Der Gemeinderat hat Grundlegendes geschaffen 

Es ist einer der kommunalpolitischen Beschlüsse, wie sie nicht wöchentlich und auch nicht monatlich zustande kommen. Denn die nun gefallene Entscheidung im Gemeinderat für die Vergabe der Konzession für das Strom- und das Gasversorgungsnetz ist das Ergebnis, auf das in einem dafür eingerichteten Unterausschuss über Jahre hingearbeitet worden ist. Es war eine sehr intensive Arbeit in einem hoch komplexen Themengebiet.

Mittels Auswahlkriterien hat der Gemeinderat ein Kooperationsmodell, bestehend aus den Stadtwerken Stuttgart und der Energie Baden-Württemberg (EnBW), als beste Lösung ermittelt, die in den nächsten 20 Jahren für den Besitz und den Betrieb des Strom- und des Gasnetzes Bestand haben soll. Der Kaufpreis, den die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke Stuttgart für den Erwerb der Netze aufbringen müssen, beträgt 230 Millionen Euro. Die neue Struktur, die der Stadt an der zu gründenden Netzbetreibergesellschaft zunächst 25,1 Prozent und nach fünf Jahren 74,9 Prozent Beteiligung einräumt, gibt der Stadt neue Handlungsmöglichkeiten und gleichermaßen eine größere Verantwortung.

Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz freut sich denn auch über die zukünftige Kooperation von Stadtwerken und EnBW auf Augenhöhe. Das Verfahren, das dem jetzt erzielten Resultat vorausgegangen ist, lobt er als überaus konstruktiv. Es sei von fast allen Fraktionen gemeinsam sowie mit der Verwaltungsspitze und den externen Beratern mit sehr viel Engagement und Fachwissen in zahlreichen Besprechungen und Sitzungen erarbeitet  worden. „Die Versorgungssicherheit ist für die Bürgerinnen und Bürger auch für die Zukunft gegeben“, so Alexander Kotz „und auch dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit wird mit dem Kooperationsmodell Rechnung getragen.“