Art der Veröffentlichung
Datum
02.06.2016

Stuttgarter Wirtschaft boomt

Die erfreulichen Wirtschaftsnachrichten aus Stuttgart häufen sich in letzter Zeit. Die Allianz Versicherung baut eine neue Hauptverwaltung für 4.000 Mitarbeiter im Synergiepark Vaihingen-Möhringen und hält somit Stuttgart die Treue. Genauso bekennt sich die die Lapp Gruppe zu ihrem Stammsitz und baut gerade eine neue Europazentrale auf ihrem Firmengelände. Auch unsere Automobilindustrie liefert erfreuliche Nachrichten. Porsche investiert 700 Millionen Euro in das Stammwerk in Zuffenhausen. Hier soll ab 2019 der erste rein elektrische Sportwagen gebaut werden, dies unterstreicht die Verbundenheit des Unternehmens mit Stuttgart. Dieser Ausbau des  Sportwagenherstellers in der Elektromobilität schafft zudem über 1.000 neue Arbeitsplätze in unserer Landeshauptstadt. Der Automobilzulieferer Mahle möchte an der Pragstraße seinen Sitz im großen Stil ausbauen, und Daimler plant, wie schon die Allianz, ein Büroareal für 4.000 Mitarbeiter im Synergiepark zu errichten.

Eine durchweg positive Entwicklung, welche die Vorzüge einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands unterstreicht. Doch diese positive Entwicklung schafft nicht nur Arbeitsplätze, Wohlstand und Gewerbesteuern für Stuttgart, sondern auch immer wieder neue Aufgaben für den Gemeinderat, die leider noch immer nicht von allen Fraktionen erkannt werden. Der stark wachsende Synergiepark Vaihingen-Möhringen braucht beispielsweise weitere Ideen, um der örtlichen Verkehrsproblematik aktiv zu begegnen. Die Verlängerung der Stadtbahnlinie U12 und der Vollanschluss der Breitwiesenstraße an die Nord-Süd-Straße können nur ein Anfang gewesen sein. Insbesondere bei dem Vollanschuss, den die CDU-Fraktion bereits seit 2007 gefordert hatte, und der nun endlich bei den letzten Haushaltsberatungen eine Mehrheit im Gemeinderat fand, zeigt sich teilweise, wie schwierig und langwierig Verbesserungen an der notwendigen Infrastruktur sind. „Gerade bei den Haushaltsberatungen im Gemeinderat stellt man manchmal schon verwundert fest, wie viele Stunden sich die Stadträte mit vergleichsweise unwichtigen Themen beschäftigen können, und wiederum wie wenig dann Zeit für die Themen der Wirtschaftsförderung bleibt“, meint CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Der Boom der Stuttgarter Wirtschaft darf nicht als Selbstläufer angesehen werden, sondern bedarf dem Erhalt bzw. der Schaffung von attraktiven Standortfaktoren. Dazu gehört insbesondere eine gute Infrastruktur, geringe Bürokratie und die Bewahrung des Standortprestiges als Region der Tüftler und Denker.