Art der Veröffentlichung
Datum
01.09.2011

Tankstellen

Auch neue Energieträger zulassen

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Tankstellenstandorte in Stuttgart aus den unterschiedlichsten Gründen ersatzlos aufgegeben. Dennoch vernimmt man von Teilen des Gemeinderats immer wieder den Wunsch, weitere Tankstellen aufzulösen. Angesichts der Bemühungen um eine nachhaltige Luftreinhaltung kann es aber nicht im allgemeinen Interesse sein, immer länger werdende Fahrten in Kauf nehmen zum müssen, um tanken zu können.

Darüber hinaus ist anzunehmen, dass für den zukünftig verstärkten Einsatz alternativer Energieträger im Fahrzeugverkehr wie Wasserstoff oder Erdgas eine nicht unbedeutende Anzahl an Tankstellenstandorten nötig ist. Doch neue Tankstellen zu genehmigen, nachdem sie abgebaut sind, könnte sich schwierig gestalten. Auch im Bereich der Elektrofahrzeuge gibt es mittlerweile Konzepte von „Batterie-Schnell-Austausch-Stationen“, die eine Art Tankstelle sind und den entsprechenden Platz benötigen.

Die CDU will vor diesem Hintergrund und zur genaueren Beurteilung der Situation dargelegt haben, wie viele Tankstellen in Stuttgart in den letzten zehn Jahren geschlossen und in Betrieb genommen worden sind. „Genauso stellen wir die Frage nach dem Verhältnis der Tankstellenzahl etwa zur Einwohnerzahl oder zu den zugelassenen Fahrzeugen oder zur gefahrenen Kilometerleistung in Stuttgart im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz. Auch der rechtliche Aspekt, wie der einer etwaigen Beschränkung für die zusätzliche Aufnahme neuer Energieträger wie Erdgas oder Wasserstoff an bestehenden „klassischen“ Tankstellen sei zu beachten. Und welche Chance besteht, im Bedarfsfall neue Tankstellenstandorte für neue Energieträger an geeigneten Stellen im Stuttgarter Stadtgebiet einzurichten? „Diese Fragen müssen geklärt sein, um entsprechend in die Zukunft gerichtet zu planen.“