Art der Veröffentlichung
Datum
01.06.2018

Tunnel unter der B14

Tunnel unter der B 14

 

Die Streckenführung und das bauliche Ausmaß der B14 quer durch die Innenstadt ist unbestritten eine negative Konsequenz des fehlenden Ringstraßennetzes um Stuttgart und der immer noch fehlenden Tangentialverbindungen an Stuttgart vorbei. Erste kleine Verbesserungsmaßnahmen wie der „Deckel“ über dem Tunnelmund am Landtag und zwei ebenerdige Überwege wurden vor einigen Jahren bereits umgesetzt.

 

„Die CDU-Fraktion ist der Meinung, der Streckenabschnitt zwischen dem Innenministerium und dem Dorotheenquartier ist zu wichtig für die Bürgerinnen und Bürger aber auch als Visitenkarte unserer Stadt, als dass man nach dem Prinzip Hoffnung darauf vertrauen könnte, dass sich hier irgendwann weitere Verbesserungen ergeben würden“, so Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz.

 

Verkehrsplaner sagen, dass selbst die avisierte 20 prozentige Reduzierung der Verkehrsströme auf der B14 keinen wirklichen Rückbau von Fahrspuren und damit auch keine städtebauliche Aufwertung oder Entwicklung ermöglichen würde.

 

„Um hier die Chance auf eine positive Stadtentwicklung nicht nur zu erhoffen, schlagen wir eine durchgehende Tieferlegung der B14 auf Höhe des Innenministeriums bis zum Dorotheenquartier vor. Und trotz verschiedener Verzweigungsverkehre könnte hierdurch der oberirdische Verkehr zwischen Gebhard-Müller-Platz und Charlottenplatz um etwa 60 Prozent reduziert werden!“

 

Deshalb hat die CDU-Fraktion mit Blick auf den anstehenden Städtebauwettbewerb zur Kulturmeile bei der Stadtverwaltung beantragt, dass das Thema „Tieferlegung B14“ auf die Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Technik am 12. Juni 2018 gesetzt wird. Hier soll die Idee vertiefend diskutiert und erste praktische Schritte dargestellt werden. „Wir wollen, dass die Verwaltung zu unserem Vorschlag Stellung nimmt“, sagt Fraktionsvorsitzender Kotz klar. Das betreffe insbesondere auch die technische Machbarkeit bei den sich verändernden ober- und unterirdischen Verkehrsströmen. Da ohne die Nennung von Kostenübersicht und Zeitplan alles ein wenig im Unkonkreten bleibt, hat die CDU eine erste grobe Kostenschätzung beantragt genauso wie eine Darstellung der möglichen Zeitfolge weiterer Handlungsschritte.

 

„Damit kommt man im Diskussionsprozess besser voran und dem Ziel, am Ende eine Entscheidung treffen zu können, konsequent näher“. Von Interesse ist dabei auch, inwiefern eine solche Diskussion mit dem geplanten städtebaulichen Wettbewerb zu verbinden wäre.