Art der Veröffentlichung
Datum
07.07.2016

Unsere Freiwillige Feuerwehr

Die Feuerwehr leistet unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Ihre Aufgaben kann sie allerdings nur dann in gewohnt guter Weise erfüllen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Diese sind verbesserungswürdig“, so der feuerwehrpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Markus Reiners.

„So fordern wir etwa, die Dienst- und Schutzbekleidung zu erneuern und an alle Mitglieder auszugeben“. Zudem stelle sich die Frage, ob die Personalkapazitäten für den steigenden Ausbildungsbedarf ausreichend hoch bemessen sind. So fehlt noch immer eine notwendige Stelle für das Aus- und Fortbildungszentrum der Feuerwehr Stuttgart. Auch ein Übungsgelände fehlt komplett.

Und zu Recht beklagt sich die Freiwillige Feuerwehr darüber, dass in den meisten ihrer Gerätehäuser keine Abgasabsauganlagen eingebaut und ihre Angehörigen somit den Dieselemissionen der Einsatzfahrzeuge ausgesetzt sind. „Wir haben wollen deshalb wissen, wie viele Feuerwehrhäuser noch mit welchem finanziellen Aufwand ausgestattet werden müssen“.

In alten Gebäuden der Freiwilligen Feuerwehr fehlen darüber hinaus oft Sozialräume für weibliche Feuerwehrangehörige, deren Anteil bei der Feuerwehr erfreulicherweise deutlich zugenommen hat. Auch die Frage nach eigenen Toiletten und Umkleidemöglichkeiten stellt sich in diesem Kontext.

Schon lange weist die Freiwillige Feuerwehr auf die fehlende Ausstattung mit geeigneter EDV und die dadurch erhöhten Verwaltungsarbeiten hin – ein inakzeptabler Zustand.

Nach wie vor gibt es 23 Einsatzfahrzeuge im Bestand, die über 20 Jahre alt und damit sehr störanfällig sind. Vor allem aber erfüllen sie die für Stuttgart geltende Abgasnorm nicht. Wissenswert ist, wie hoch das Fahrzeugbudget für die Feuerwehr sein müsste, um diese alten Fahrzeuge – neben weiteren Ersatzbeschaffungen – in den nächsten Jahren ablösen zu können. Des Weiteren ist die Ausstattung mit Kleingeräten wie Lampen und Funksprechgeräten mangelhaft.

Im Gefüge der Feuerwehr ist der wichtigste Faktor der Mensch. Die Freiwillige Feuerwehr braucht für die Zukunft eine ausreichend große Anzahl von Einsatzkräften – dafür sorgt insbesondere auch die Jugendfeuerwehr. „Nachdem das Land es ermöglicht hat, neben Jugendlichen auch Kinder unter zehn Jahren in die Jugendfeuerwehren aufzunehmen, wollen wir wissen, ob bereits Kindergruppen als Nachwuchsreservoir der Freiwilligen Feuerwehr eingerichtet worden sind.

Unser umfangreicher Antrag soll helfen, den berechtigten Belangen der Freiwilligen Feuerwehr so weit als möglich rasch nachzukommen.“