Art der Veröffentlichung
Datum
13.08.2015

Urbanisierung der Energiewende

Das kommunale Förderprogramm zur energetischen Gebäudesanierung bietet finanzielle Anreize für energetische Modernisierungen des Gebäudebestands. Hunderte von Wohneinheiten wurden bisher saniert und auf den vorgeschriebenen technischen Standard oder sogar darüber hinaus gebracht. Im Laufe der Jahre hat der Gemeinderat die Förderbedingungen immer wieder den technischen Entwicklungen angepasst.

Diese müssen auch jetzt erneut, im Kontext des von Oberbürgermeister und Gemeinderat gesetzten Ziels, die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart beispielhaft voranzutreiben, überprüft werden, dahingehend, dass ihre Wirkung verstärkt wird.

Fraktionsvorsitzender Alexander Kotz: „Wir schlagen deshalb konkrete Neuerungen für das kommunale Förderprogramm vor.“ Dazu gehöre, die maximale Fördersumme je Wohneinheit von derzeit 30.000 Euro auf mindestens 75.000 Euro zu erhöhen. Denn bei den heute notwendigen baulichen Maßnahmen und den daraus resultierenden Baukosten sei die bisherige Begrenzung deutlich zu niedrig angesetzt.

Weiter will die CDU geprüft haben, inwiefern auch kostengünstige energetische Modernisierungen gefördert werden können. Dies vor dem Hintergrund, dass sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer aus unterschiedlichen Gründen nicht immer mit einer Fassadendämmstärke von 200 Millimetern und mehr anfreunden können, sondern eine geringere Dämmstärke bevorzugen. „Doch auch das stellt einen Schritt hin zur Energiewende dar und ist unserer Meinung nach förderungswürdig. Gerade dem Häuslebesitzer, der andere technische Ansprüche als ein großer Bauträger oder eine Genossenschaft hat, müssen wir bei den Förderungsmöglichkeiten entgegenkommen.“

Des Weiteren sollte für Quartiers- oder Straßenzug-Modernisierungen durch den Zusammenschluss mehrerer Eigentümer ein Sonderzuschlag auf die Fördersumme gegeben werden können. Gerechtfertigt wäre dies durch den erhöhten Abstimmungsbedarfs und das Ziel, den Anreiz für diese Modernisierungsart zu erhöhen. Der Vorteil solch gebündelter Maßnahmen besteht auch darin, beispielsweise die energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung besser zum Einsatz zu bringen, für die ohnehin aufgrund ihrer Bedeutung für die urbane Energiewende ein Fördertatbestand ins Programm aufgenommen werden sollte. Auch die Installation thermischer Solaranlagen ist besser zu berücksichtigen.

„Wir wünschen uns zeitnah eine fundierte Stellungnahme der Verwaltung, um die mit den Vorschlägen zusammenhängenden finanziellen Auswirkungen in den anstehenden  Haushaltsberatungen diskutieren zu können“, so Alexander Kotz.