Art der Veröffentlichung
Datum
16.06.2017

Verbesserte Schulkindbetreuung

Die derzeitige Entwicklung in der Ausgestaltung der Schulkindbetreuung ist als Erfolg zu werten. Denn der Trend, der seitens der Landesebene, insbesondere seitens des Kultusministeriums gesetzt wird, geht in Richtung mehr Flexibilität. Seit langem fordert die CDU-Gemeinderatsfraktion flexible Betreuungsangebote, die den Bedürfnissen der Kinder und Eltern gerecht werden. Unlängst hat nun die Kultusministerin angekündigt, dass es nur eine Ganztagesschulform, die gebundene Ganztagesschule geben wird. Zudem eine Halbtagsschule mit zusätzlichen Betreuungsangeboten wie Hort, Verlässliche Grundschule und zusätzliche Betreuung. Damit wird das wichtige Element der Flexibilisierung in der Schulkindbetreuung gestärkt. Für die CDU-Fraktion geht es – und so hat sie es auf der Grundlage dieser Maßgaben schriftlich beantragt – im Folgenden darum, das Konzept für Bildung und Betreuung in Stuttgart weiter auszugestalten, wofür sie sich für die Einrichtung eines Runden Tisches ausspricht.

Ganz konkret beschlossen hat der Gemeinderat am 22. Mai 2017 im Jugendhilfeausschuss bereits die Vorlage mit dem Titel „Umwandlung von Hortplätzen – Situation der Eltern-Kind-Gruppen“. Wichtiger Inhalt dieses Beschlusses ist, dass die für Schulkinder geöffneten Horte, die ja meist von Eltern-Kind-Initiativen betrieben werden, mittels einer Ausnahmeregelung weiter ihre Hortplätze bis einschließlich Schuljahr 2021/2022 belegen können. Das ist ein klares Zeichen für die flexible Schulkindbetreuung, was die CDU-Fraktion sehr begrüßt. Bedauerlich ist dagegen, dass die SPD-Gemeinderatsfraktion diese recht weitreichende Ausnahme nicht unterstützt.

Abgehandelt wurde mit besagter Vorlage der Antrag der CDU-Fraktion, in dem sie sich für Fördermittel des Landes für Hortplätze von Eltern-Kind-Initiativen ausspricht. Diese Förderung im Rahmen der flexiblen Schulkindbetreuung wurde jetzt von der Kultusministerin in Aussicht gestellt.

Erfreulich an dem Gemeinderatsbeschluss ist zudem, dass das enorme ehrenamtliche Engagement, das Eltern in den Betrieb der überwiegend kleinen Horte stecken, nicht ausgebremst wird, sondern vielmehr Anerkennung erfährt. Es ist grundsätzlich richtig, dieses Konzept, das sich ja trotz der Weiterentwicklung von Schulen zu Schülerhäusern und Ganztagesschulen einer guten Nachfrage erfreut.

Zu schauen bleibt jedenfalls, wie es weitergeht, wenn die vom Gemeinderat beschlossene Fristverlängerung ausläuft. Entscheidend ist heute aber der Richtungstrend, in dem sich die Schulkindbetreuung bewegt.