Art der Veröffentlichung
Datum
08.03.2012

Entwicklung NeckarPark - Wohnungsbau zugunsten von Gewerbe reduzieren

Die CDU-Fraktion hat sich klar gegen die weitere Planung umfangreichen Wohnungsbaus im NeckarPark ausgesprochen. Zum einen würde der vom Veranstaltungsbereich ausgehende Lärm die potenziellen Bewohner stark belasten. Zum anderen besteht die Gefahr, dass durch rechtliche Schritte die Veranstaltungen mit erheblichen Einschränkungen belegt werden.

Das muss nicht sein! Die Besucherzahlen im NeckarPark nehmen zu. Die weitere Entwicklung für noch mehr Gäste etwa mit der Mercedes-Benz Welt oder dem Porsche Science Center und eventuell dem städtischen Planetarium ist viel versprechend. Neben den verschiedenen Hallenevents finden auf dem Wasen Traditionsveranstaltungen statt, wie das Cannstatter Volksfest und das Frühlingsfest sowie zahlreiche weitere hochkarätige Veranstaltungen wie Zirkusse und Open-Air-Konzerte – und natürlich die Fußballspiele in der neuen Mercedes-Benz-Arena.

Die Auswirkungen dieses in Süddeutschland einmaligen Veranstaltungsareals würden das Wohnen dort mehr zur Last als zur Freude machen – Verkehrslärm, Freizeitlärm und Sportlärm. Auf Grund dieser Belastungen für das geplante Wohngebiet kann ein rechtssicherer Bebauungsplan gar nicht oder nur mittels drastischer Maßnahmen, welche die Wohnqualität sicher erheblich herabsetzen, beschlossen werden. Attraktives Wohnen bedeutet aber offenes Wohnen und keine Einsperrung hinter hoher Riegelbebauung und Spezialfenstern.

In der Stadt stehen zwischenzeitlich andere, für das Wohnen gut geeignete Flächen zur Verfügung und für das besagte Gebiet gibt es alternative Nutzungsmöglichkeiten. So suchen Betriebe nach wie vor innerstädtische Gewerbeflächen. Interessant wäre beispielsweise das, was früher unter dem Bergriff Handwerkerhöfe firmierte und heute als Unternehmens-Cluster bezeichnet wird – also Synergien erzeugende Betriebe in Zukunftsbranchen.