Art der Veröffentlichung
Datum
09.02.2012

Herausforderungen annehmen - CDU-Neujahrsempfang

Bundestagspräsident Lammert hält mitreißende Neujahrsrede

Aus einer bestechenden Analyse globaler Zusammenhänge leitet Bundestagspräsident Norbert Lammert in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang von CDU-Gemeinderatsfraktion und -Kreisverband klare Folgerungen ab.

Zum einen ist da die im vergangenen Jahr eingeleitete Energiewende in Deutschland, die aus der Naturkatastrophe in Japan mit der Folge der Kernschmelze in Fukushima resultiert. Bemerkenswert ist für den zweiten Mann im Staat, dass kein anderes Land so weitgehende Entscheidungen für eine Energiewende getroffen hat, wie es Deutschland getan hat. Wenn Deutschland die Energieversorgung ohne Atomenergie schaffen sollte, so erklärt der Redner den 750 Zuhörern, „würden wir uns an die Spitze der Volkswirtschaften in der Welt katapultieren.“

Neue Herausforderungen erkennt der hochrangige Politiker in den Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Dabei stellt er fest, dass zu wenig Regeln im System sind. Viele Menschen in Deutschland würden sich inzwischen fragen, warum sie für die Lösung von Problemen anderer herangezogen werden. Sie würden gleichermaßen die Wahrnehmung eigener nationaler Interessen vermissen. Bundestagspräsident Lammert hält diese Haltung zwar für legitim, sie würde allerdings nicht der Realität gerecht. Denn der Binnenmarkt mit einer gemeinsamen Währung erzeuge ein höheres Sozialprodukt als mit eigner Währung. Und Deutschland ist belegbar der Hauptnutznießer, weshalb es wie kein anderes Land Interesse an der Aufrechterhaltung der gemeinsamen Währung haben muss.

„Zukunft ist das, was wir daraus machen“, resümiert der Bundestagspräsident und jeder müsse seinen Teil an Zukunftsbewältigung leisten.