Art der Veröffentlichung
Datum
14.03.2013

Weinberge in Steillagen

Runder Tisch zur Erhaltung spezifischer Weinkultur

„Stuttgart, die Großstadt zwischen Wald und Reben“ – mit diesem Slogan wurde vor über 50 Jahren schon und wird heute wieder in aller Welt für Stuttgart geworben. Die Weinberge sind landschaftsprägend für das Stadtgebiet.

Was die in Terrassen angelegten Steillagenweinberge angeht, ist allerdings zunehmender Verfall aufgrund des Zerfalls der Hang sichernden Trockenmauern unverkennbar. Stadtrat Fritz Currle sagt: „Nicht zuletzt aufgrund der spezifischen Stuttgarter Weinkultur ist der Fortbestand dieser terrassierten Hänge wichtig, wofür ein guter Bau von Natursteinmauern unerlässlich ist.“ Die spezielle Handarbeit könne jedoch nur von Fachleuten verrichtet werden. Dabei rechne sich der hohe Arbeitsaufwand betriebswirtschaftlich bei weitem nicht, so dass demzufolge bei weiter abnehmender Pflege die Weinberge und Mauern zunehmend verkommen und sich der Landschaftscharakter entsprechend negativ verändern würde.

Diese Negativentwicklung ist bedauerlich, auch weil die unweit vom Stadtzentrum gelegenen Weinberge beliebte Naherholungsgebiete sind. Zudem muss man sich vergegenwärtigen, dass diese Weinberge aus Tourismuspräsentationen der Stadt nicht wegzudenken sind.

Aus diesen Gründen ist die Erhaltung der Trockenmauern und damit der Weinberg-Spitzenlagen in Stuttgart auf Dauer sicherzustellen. „Wir haben beantragt, dass ein Konzept von effektiven Maßnahmen zur Erhaltung der die Stadt prägenden Landschaft mit ihren Weinanbaugebieten zu erarbeiten ist, wofür das Instrument eines Runden Tisches „Erhaltung der Stuttgarter Weinberge in Steillagen“ sinnvoll erscheint“, so Fritz Currle. Unter der Federführung der Stadtverwaltung sollten dabei alle Institutionen beteiligt sein, die für die Zielerreichung maßgeblich sind.