Art der Veröffentlichung
Datum
26.11.2015

Wohnungsbau im Neckarpark

Ende Februar 2014 hat der Gemeinderat die Vorlage "Neckarpark in Stuttgart Bad Cannstatt Machbarkeitsstudie – Wohnen und Arbeiten" mit großer Mehrheit beschlossen. Einer der zentralen Punkte dieser Machbarkeitsstudie ist, dass eine Durchmischung von unterschiedlichen Wohnformen umgesetzt wird.

Dementsprechend wurden elf Prozent der Wohnbebauung für den Sozialen Mietwohnungsbau (SMW), elf Prozent für den Wohnungsbau für Mittlere Einkommensbezieher (MME), elf Prozent für Preiswertes Wohneigentum (PWE) und 40 bis 50 Prozent für Baugemeinschaften bestimmt. Der verbleibende Rest von etwa 20 Prozent entfällt auf frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen.

Dies entspricht einer Eigentumsquote von ungefähr 70 Prozent – und tatsächlich herrschte zwischen allen Fraktionen einschließlich der Verwaltung von Anfang Einvernehmen darüber, dass das Neubauprojekt Neckarpark eine sehr hohe Eigentumsquote enthalten muss, um ein "stabiles" Wohnquartier entstehen zu lassen.

Doch nun soll diese essenzielle Vorgabe durch eine aktuelle Gemeinderatsvorlage mit dem Titel „Erhöhung des Anteils des geförderten Wohnungsbaus auf städtischen Grundstücken“ massiv verändert werden. Nach dem neuen von der Verwaltung vorgeschlagenen Wohnungsmix sollen 30 Prozent SMW, 20 Prozent PWE und MME, 20 Prozent Baugemeinschaften und 30 Prozent Mietwohnungen sein. Dies entspricht einer Eigentumsquote von lediglich etwa 30 Prozent und kommt damit einer totalen Umkehr dessen gleich, was mit der Machbarkeitsstudie beschlossen wurde.

„In unserem Antrag von Mitte Februar vergangenen Jahres haben wir nochmals die Wichtigkeit eines hohen Eigentumsanteils begründet“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Philipp Hill, und weiter: „Die Machbarkeitsstudie und deren Inhalt waren die entscheidende Voraussetzung für die CDU, die weiteren Planungen für den Wohnungsbau am Neckarpark zu unterstützen.“

Um also das nachvollziehbare Ziel eines höheren geförderten Wohnungsanteils im Neckarpark zu erreichen, hat die CDU-Fraktion jetzt neu beantragt, dass die Vorlage in im entscheidenden Punkt folgendermaßen zu ändern ist: In der weiteren Planung für den Neckarpark ist ein Wohnungsmix zu realisieren, der 20 Prozent SMW, 20 Prozent Mietwohnungsbau, 30 Prozent PWE und 30 Prozent Baugemeinschaften aufweist

„Diese Verteilung würde den Anteil geförderten Wohnraums leicht erhöhen und trotzdem der gemeinsamen Prämisse eines hohen Eigentumsanteils mit immerhin 60 Prozent Rechnung tragen“, führt Stadtrat Philipp Hill zum aktuellen Antrag aus.