Art der Veröffentlichung
Datum
16.04.2015

Zukunft für die Wagenhallen

„Mit der vorgeschlagenen Sanierung der Wagenhallen haben wir die Chance, den Veranstaltungs- und Atelierbetrieb unseres über die Jahre gewachsenen und heute erfolgreich etablierten Kulturzentrums im Nordbahnhofviertel auf Dauer zu sichern“, erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jürgen Sauer. Wichtig sei dabei, auf die Forderung der Stuttgarter Konzertveranstalter einzugehen und die Veranstaltungshalle in den Wagenhallen auf bis zu 1.700 Sitzplätze auszubauen.

Für den Fraktionsvorsitzenden Alexander Kotz ist die vorgelegte Konzeptstudie der Stadtverwaltung nachvollziehbar, was die notwendigen Verbesserungen für die Statik, den Brandschutz und für den Schallschutz anbelangt. Deshalb sei es richtig, von einem tatsächlichen Sanierungsaufwand von bis zu 30 Millionen Euro auszugehen.

Alexander Kotz: „Der Plan, noch vor der Sommerpause eine Grundsatzentscheidung im Gemeinderat zu treffen, also noch vor den Haushaltsberatungen, ist in diesem Fall unumgänglich, um eine kurzfristige Schließung vermeiden und stattdessen den Betrieb bis zum Baustart aufrechterhalten zu können. Mit diesem Vorgehen können weitere Vorbereitungen eines belastbaren Verwaltungsvorschlages getroffen und die genaue Höhe der im Haushalt einzustellenden Mittel benannt werden.“

Dabei geht es um ein klares Signal an die Gutachter, dass der bis Ende 2015 genehmigte Kulturbetrieb in das Jahr 2016 hinein verlängert wird, um dann im Herbst des kommenden Jahres direkt mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Die CDU legt Wert darauf, dass für die notwendige Bereitstellung von bis zu 250 Stellplätzen in den weiteren Beratungen ebenso eine Lösung gefunden werden muss, wie für die Einhaltung der Schallgrenzwerte vor allem abends und in den Nachtstunden. „Um diese Ziele zu erreichen und die in der Nachbarschaft zu den Wagenhallen vorgesehene Wohnbebauung wirkungsvoll vor Lärm zu schützen, brauchen wir am Quartierseingang eine neue Tiefgarage, die von den künftigen Besuchern der Wagenhallen direkt angefahren werden kann“, betont Jürgen Sauer. Alexander Kotz ergänzt: „Auf dieser Tiefgarage benötigen wir eine Riegelbebauung, die Schallschutzfunktion hat. Ihre konkrete Nutzung, die nicht durch Wohnen belegt werden kann, wollen wir gerne im Rahmen der für das Rosensteinareal vorgesehenen Bürgerbeteiligung mit allen Beteiligten diskutieren. Dabei sollten wir auch über die Möglichkeit eines Umzugs der Hoppenlauschule sprechen, die im Stuttgarter Westen dann den Platz für Wohnraum schaffen könnte, der bei den Wagenhallen durch die Riegelbebauung verloren ginge.“